Erster Schultag und Gedanken daran
Also, meiner war auch spektakulär. Ich erinnere mich an eine grosse, bunte Schultüte, in der viel Süsskram und was zum Kuscheln war. Ich erinnere mich an meine Lehrerin, an den Klassenraum oben neben dem Lehrerzimmer,
ganz aus Holz, von rechts fielen die Sonnenstrahlen durch die Fenster auf unsere Tische, vorn die grüne Tafel noch mit Linien. Es war so lang lustig bis es daran ging, den eigenen Namen auf die Tafel zu schreiben, ich war die Einzige, die es einfach nicht konnte. Wer mich kennt weiss, dass meine Eltern sich nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht haben, ob es praktisch oder unpraktisch ist, einen ewig langen Nachnamen (der ja zugegeben nicht zu umgehen war) mit einem ebenfalls ellenlangen Vornamen zu verbinden. Da stand ich nun und guckte ziemlich doof aus der Wäsche. Haben die anderen Kinder gelacht? Habe ich geheult? Hab ich vielleicht sogar einen Jungen verprügelt? All das ist glücklicherweise aus meinen Erinnerungen entschwunden.
Doch, es war ein glücklicher Tag, alles in Allem. Nachdem der Tag geschafft war fuhren wir nach Hause und ich frug meinen kleinen Bruder, ob er meine, dass ich jetzt schon schreiben könne. Er sage JA und ich habe mich köstlich darüber amüsiert und ihn als Idioten hingestellt, ich war ein Arsch damals. (Ich habe mich unlängst dafür entschuldigt)
Heute also habe ich einen erneuten, ersten Schultag hinter mich gebracht. Nicht den meinen, versteht sich von selbst, nein, Lenas´erster Schultag. Die Tüte grösser als sie, einen riesigen, rosaroten Schulranzen, aus dem hinten ein kleiner Affe heraus guckte, auf dem dafür viel zu kleinen Rücken, Angebote ihr zu helfen wurden natürlich abgewiesen, alles trug sie mit Stolz.
Kinderlachen, ein grosser, grüner Dinosaurier, Singen, Tanzen, Luftballons, Popkorn, überall glückliche Gesichter. Eine kleine Lena ganz gross. Und obwohl es nicht mein Verdienst ist, nicht im kleinsten auch nur, war ich dennoch ein bisschen stolz auf sie. SIE kann selbstverständlich ihren Namen schon schreiben und sogar schon ganz beachtlich lesen, dafür habe ich ihr dann beim Essen vorgelesen, von einem grossen schwarzen Raben, der so schlau sein wollte wie die Eulen und deswegen den Kindern ihre Buchstaben aus den Heften frass.
Glucksen und eine kleine Hand, die sich in meine legt.
Was brauche ich denn mehr? Es geht mir gut heute, besser, jeden Tag besser. Ich weiss es ja, ich bin niemand, der auf der gleichmässigen Zufriedenheitswelle schwimmt, aber, oder gerade deswegen, heute umso mehr, auf der Welle der Erinnerung gemischt mit der Gegenwart, die so rosarot und blumig ist. Ich bin satt. Danke dafür.
ganz aus Holz, von rechts fielen die Sonnenstrahlen durch die Fenster auf unsere Tische, vorn die grüne Tafel noch mit Linien. Es war so lang lustig bis es daran ging, den eigenen Namen auf die Tafel zu schreiben, ich war die Einzige, die es einfach nicht konnte. Wer mich kennt weiss, dass meine Eltern sich nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht haben, ob es praktisch oder unpraktisch ist, einen ewig langen Nachnamen (der ja zugegeben nicht zu umgehen war) mit einem ebenfalls ellenlangen Vornamen zu verbinden. Da stand ich nun und guckte ziemlich doof aus der Wäsche. Haben die anderen Kinder gelacht? Habe ich geheult? Hab ich vielleicht sogar einen Jungen verprügelt? All das ist glücklicherweise aus meinen Erinnerungen entschwunden.
Doch, es war ein glücklicher Tag, alles in Allem. Nachdem der Tag geschafft war fuhren wir nach Hause und ich frug meinen kleinen Bruder, ob er meine, dass ich jetzt schon schreiben könne. Er sage JA und ich habe mich köstlich darüber amüsiert und ihn als Idioten hingestellt, ich war ein Arsch damals. (Ich habe mich unlängst dafür entschuldigt)
Heute also habe ich einen erneuten, ersten Schultag hinter mich gebracht. Nicht den meinen, versteht sich von selbst, nein, Lenas´erster Schultag. Die Tüte grösser als sie, einen riesigen, rosaroten Schulranzen, aus dem hinten ein kleiner Affe heraus guckte, auf dem dafür viel zu kleinen Rücken, Angebote ihr zu helfen wurden natürlich abgewiesen, alles trug sie mit Stolz.
Kinderlachen, ein grosser, grüner Dinosaurier, Singen, Tanzen, Luftballons, Popkorn, überall glückliche Gesichter. Eine kleine Lena ganz gross. Und obwohl es nicht mein Verdienst ist, nicht im kleinsten auch nur, war ich dennoch ein bisschen stolz auf sie. SIE kann selbstverständlich ihren Namen schon schreiben und sogar schon ganz beachtlich lesen, dafür habe ich ihr dann beim Essen vorgelesen, von einem grossen schwarzen Raben, der so schlau sein wollte wie die Eulen und deswegen den Kindern ihre Buchstaben aus den Heften frass.
Glucksen und eine kleine Hand, die sich in meine legt.
Was brauche ich denn mehr? Es geht mir gut heute, besser, jeden Tag besser. Ich weiss es ja, ich bin niemand, der auf der gleichmässigen Zufriedenheitswelle schwimmt, aber, oder gerade deswegen, heute umso mehr, auf der Welle der Erinnerung gemischt mit der Gegenwart, die so rosarot und blumig ist. Ich bin satt. Danke dafür.
lahoiha - Sa, 26. Aug, 19:04
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