Erlebtes und Erfundenes

Samstag, 26. August 2006

Erster Schultag und Gedanken daran

Also, meiner war auch spektakulär. Ich erinnere mich an eine grosse, bunte Schultüte, in der viel Süsskram und was zum Kuscheln war. Ich erinnere mich an meine Lehrerin, an den Klassenraum oben neben dem Lehrerzimmer,
ganz aus Holz, von rechts fielen die Sonnenstrahlen durch die Fenster auf unsere Tische, vorn die grüne Tafel noch mit Linien. Es war so lang lustig bis es daran ging, den eigenen Namen auf die Tafel zu schreiben, ich war die Einzige, die es einfach nicht konnte. Wer mich kennt weiss, dass meine Eltern sich nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht haben, ob es praktisch oder unpraktisch ist, einen ewig langen Nachnamen (der ja zugegeben nicht zu umgehen war) mit einem ebenfalls ellenlangen Vornamen zu verbinden. Da stand ich nun und guckte ziemlich doof aus der Wäsche. Haben die anderen Kinder gelacht? Habe ich geheult? Hab ich vielleicht sogar einen Jungen verprügelt? All das ist glücklicherweise aus meinen Erinnerungen entschwunden.
Doch, es war ein glücklicher Tag, alles in Allem. Nachdem der Tag geschafft war fuhren wir nach Hause und ich frug meinen kleinen Bruder, ob er meine, dass ich jetzt schon schreiben könne. Er sage JA und ich habe mich köstlich darüber amüsiert und ihn als Idioten hingestellt, ich war ein Arsch damals. (Ich habe mich unlängst dafür entschuldigt)

Heute also habe ich einen erneuten, ersten Schultag hinter mich gebracht. Nicht den meinen, versteht sich von selbst, nein, Lenas´erster Schultag. Die Tüte grösser als sie, einen riesigen, rosaroten Schulranzen, aus dem hinten ein kleiner Affe heraus guckte, auf dem dafür viel zu kleinen Rücken, Angebote ihr zu helfen wurden natürlich abgewiesen, alles trug sie mit Stolz.

Kinderlachen, ein grosser, grüner Dinosaurier, Singen, Tanzen, Luftballons, Popkorn, überall glückliche Gesichter. Eine kleine Lena ganz gross. Und obwohl es nicht mein Verdienst ist, nicht im kleinsten auch nur, war ich dennoch ein bisschen stolz auf sie. SIE kann selbstverständlich ihren Namen schon schreiben und sogar schon ganz beachtlich lesen, dafür habe ich ihr dann beim Essen vorgelesen, von einem grossen schwarzen Raben, der so schlau sein wollte wie die Eulen und deswegen den Kindern ihre Buchstaben aus den Heften frass.

Glucksen und eine kleine Hand, die sich in meine legt.

Was brauche ich denn mehr? Es geht mir gut heute, besser, jeden Tag besser. Ich weiss es ja, ich bin niemand, der auf der gleichmässigen Zufriedenheitswelle schwimmt, aber, oder gerade deswegen, heute umso mehr, auf der Welle der Erinnerung gemischt mit der Gegenwart, die so rosarot und blumig ist. Ich bin satt. Danke dafür.
263 mal durch die Augen ins...

Sonntag, 6. August 2006

carterlegacy

in der ersten nacht mit ihm,
sie lag mit dem kopf an dieser schönen stelle zwischen seinem oberarm und schulter, die luft schwirrte noch fast vor nächtlicher hitze, die kerzen in der kleinen hütte taten ihr übriges, er atmete tief neben ihr,
spürte sie eine bewegung, berührung an ihrem fuss.

kurz aber eindeutig.

sie hob den kopf und sah, wie eine riesige, schwarz-gelbe schlange über ihren fuss kroch, in ihre richtung. sie war sofort hellwach, sprang aus dem bett, riss das mückennetz mit sich, war durchtränkt vom schlaf noch so ungelenk, dass sie gegen die wand prallte und dann auf die knie fiel.

er war mittlerweile auch wach, erschrocken vom lärm und ihrem durchdringenden schrei. als er nach ihr sah, sass sie zusammengekauert vor der wand auf dem boden, nackt und am ganzen körper zitternd, alle wärme war aus ihrem körper gewichen, schweiss, der so kalt war wie die tropfen eines tauenden eiszapfens, perlte ihr von der stirn.

"komm zurück ins bett"

sie sah ihn an, hörte was er sagte, es hallte seltsam... er kniff die augen zusammen und fixierte sie, unter dem bett lag das schwarz-gelbe monstrum, blickte ebenfalls in ihre richtung, züngelte ein zwei mal, dann wieder seine stimme:

"komm zurück ins bett, es(sssssss) ist alles(sssssss) gut, da ist nichts"

sie schloss die augen, ihr atem ging schnell. ihr knie blutete vom fall, selbst das herab tröpfelnde blut aber fühlte sich kalt an.

dann ging alles ganz schnell, sie spürte seine hände unter ihren armen, er hob sie hoch, sie wollte noch nein sagen, nein, ich will nicht, da unter dem bett ist doch...

und dann lag sie schon wieder. schloss in der ganzen nacht nicht mehr die augen, fest in seinem griff, zu fest, als dass er dadurch hätte trost spenden können,
wagte es aber auch nicht, unter dem bett nachzusehen oder gar zu gehen.

mit der morgendämmerung verschwand die gewissheit ob der existenz der schlange.

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sie standen auf, taten ein bisschen verliebt, er verschwand im bad, duschte, putzte sich die zähne und als er herauskam, sie in den arm nahm und ihr einen leidenschaftlichen kuss gab ... spürte sie etwas seltsames in ihrem mund. war das nicht ein züngeln?

sie sah ihn an, er lächelte nicht, er grinste. grinste sie an, sagte nichts, das musste er auch nicht mehr. sie liess von ihm ab und ging, ohne sich noch einmal umzusehen.

ein paar mal traf man sich in den nächsten drei monaten noch auf dem boot, er musterte sie aus angemessener entfernung. wenn es sich doch mal nicht verhindern liess und man zusammen tauchen musste, hielt sie ihn in sicherer entfernung.

ein paar wochen später entband ihm seine frau ein gesundes kind, kataria. es war schon das zweite.

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Lahoiha

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So soll es sein. Ich distanziere mich. Und zwar vom Inhalt der hier verlinkten Seiten, wenngleich es mehr als einen guten Grund hat, dass ich sie verlinkt habe, aber, so will es irgendein Gesetz. Und von Kommentaren auf dieser meiner Seite, speziell, wenn diese Kommentare von wenig Punkten bei der Vergabe zeugen, distanziere ich mich ebenfalls. Na ja. Ach, und ja. Hier ist alles Geschriebene und jedweder Schmu, ausgenommen der Kommentare, als meines anzusehen. Heißt, kopieren, wiederverwenden, auseinandernehmen, an Wände schmieren. Ist nicht erlaubt und nicht erwünscht. Das mit der Mindestpauschale von 1000 Euro bei Zuwiderhandlung. Kennt doch jeder, oder? Also. Wer möchte, dass ich einen bereits erschienenen Kommentar lösche, weil es plötzlich irgendwie nicht mehr passt, nicht zu ihm oder dem Geldbeutel, der setze sich doch bitte mit mir in Verbindung. joel1312 / yahoo / de

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