carterlegacy

in der ersten nacht mit ihm,
sie lag mit dem kopf an dieser schönen stelle zwischen seinem oberarm und schulter, die luft schwirrte noch fast vor nächtlicher hitze, die kerzen in der kleinen hütte taten ihr übriges, er atmete tief neben ihr,
spürte sie eine bewegung, berührung an ihrem fuss.

kurz aber eindeutig.

sie hob den kopf und sah, wie eine riesige, schwarz-gelbe schlange über ihren fuss kroch, in ihre richtung. sie war sofort hellwach, sprang aus dem bett, riss das mückennetz mit sich, war durchtränkt vom schlaf noch so ungelenk, dass sie gegen die wand prallte und dann auf die knie fiel.

er war mittlerweile auch wach, erschrocken vom lärm und ihrem durchdringenden schrei. als er nach ihr sah, sass sie zusammengekauert vor der wand auf dem boden, nackt und am ganzen körper zitternd, alle wärme war aus ihrem körper gewichen, schweiss, der so kalt war wie die tropfen eines tauenden eiszapfens, perlte ihr von der stirn.

"komm zurück ins bett"

sie sah ihn an, hörte was er sagte, es hallte seltsam... er kniff die augen zusammen und fixierte sie, unter dem bett lag das schwarz-gelbe monstrum, blickte ebenfalls in ihre richtung, züngelte ein zwei mal, dann wieder seine stimme:

"komm zurück ins bett, es(sssssss) ist alles(sssssss) gut, da ist nichts"

sie schloss die augen, ihr atem ging schnell. ihr knie blutete vom fall, selbst das herab tröpfelnde blut aber fühlte sich kalt an.

dann ging alles ganz schnell, sie spürte seine hände unter ihren armen, er hob sie hoch, sie wollte noch nein sagen, nein, ich will nicht, da unter dem bett ist doch...

und dann lag sie schon wieder. schloss in der ganzen nacht nicht mehr die augen, fest in seinem griff, zu fest, als dass er dadurch hätte trost spenden können,
wagte es aber auch nicht, unter dem bett nachzusehen oder gar zu gehen.

mit der morgendämmerung verschwand die gewissheit ob der existenz der schlange.

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sie standen auf, taten ein bisschen verliebt, er verschwand im bad, duschte, putzte sich die zähne und als er herauskam, sie in den arm nahm und ihr einen leidenschaftlichen kuss gab ... spürte sie etwas seltsames in ihrem mund. war das nicht ein züngeln?

sie sah ihn an, er lächelte nicht, er grinste. grinste sie an, sagte nichts, das musste er auch nicht mehr. sie liess von ihm ab und ging, ohne sich noch einmal umzusehen.

ein paar mal traf man sich in den nächsten drei monaten noch auf dem boot, er musterte sie aus angemessener entfernung. wenn es sich doch mal nicht verhindern liess und man zusammen tauchen musste, hielt sie ihn in sicherer entfernung.

ein paar wochen später entband ihm seine frau ein gesundes kind, kataria. es war schon das zweite.

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235 mal durch die Augen ins...

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